Die Aufnahme entstand mit meinem Celestron EdgeHD 8" und einer ZWO ASI. Die Bildserie besteht aus zahlreichen Einzelbelichtungen, die anschließend kalibriert, gestackt und weiterverarbeitet werden.
Teleskop: Celestron EdgeHD 8" + 0.7 Reducer + ZWO EAF + ZWO CAA und wurde gesteuert über die ZWO ASI Air Plus
Kamera: ZWO ASI 533 MC Pro
Montierung: Sky-Watcher EQ6-R
Belichtungen: 250 Aufnahmen mit einer Gesamtbelichtungszeit von 41 Stunden und 40 Minuten
Gain: 100
Temperatur: - 10 °C
Filter: Optolong L-eNhance Filter
Für die Aufnahme des gesamten Herznebels wurde ein Mosaik aus 25 Einzelkacheln aufgenommen. Jede Kachel besteht aus 10 Einzelaufnahmen mit jeweils 600 Sekunden Belichtungszeit. Die einzelnen Kacheln werden anschließend mit Astro Pixel Processor zu einem Gesamtbild zusammengesetzt.
Die Ausgangsbasis bilden die einzelnen Light-Aufnahmen. Jede Aufnahme enthält neben dem eigentlichen Signal auch verschiedene Störanteile, die in den folgenden Verarbeitungsschritten reduziert werden.
Mit Dark-, Flat- und gegebenenfalls Bias-Aufnahmen werden systematische Fehler der Kamera und der Optik korrigiert. Dadurch entsteht eine sauberere Grundlage für die weitere Verarbeitung.
Die kalibrierten Einzelaufnahmen werden zu einem gemeinsamen Bild zusammengeführt. Durch das Stacken wird das Nutzsignal verstärkt und gleichzeitig das zufällige Rauschen reduziert.
Nach dem Stacken werden vorhandene Gradienten und ungleichmäßige Hintergrundstrukturen korrigiert. Dadurch lässt sich das eigentliche Signal des Nebels besser herausarbeiten.
Durch gezielte Anpassungen von Kontrast, Farben und Tonwerten werden die feinen Strukturen des Herznebels sichtbar gemacht.
Im letzten Schritt werden Bildwirkung, Farbgebung und Details abgestimmt, bis aus den verarbeiteten Daten das fertige Astrofoto entsteht.